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Neue Studie zur Bauqualität bei Ein- und Zweifamilienhäusern

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Wie eine gemeinsame Studie von Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) und Institut für Bauforschung e.V. Hannover zeigt, ist und bleibt die Zahl der Mängel beim privaten Hausbau hoch. Durchschnittlich 20 Mängel treten bei jedem Bauvorhaben im Bauverlauf auf. Zehn weitere Mängel werden in der Regel bei der Schlussabnahme entdeckt.

Bei der Kontrolle von 600 Baustellen für den Neubau von 70 Ein- und Zweifamilienhäusern stellte die Studie 1.642 Mängel fest. Im Vergleich zu den vorherigen Studien aus 2007 und 2011 ist damit kaum eine Tendenz zu erkennen, dass die Bauqualität steigt bzw. die Zahl der vorgefundenen Mängel sinkt. Im Gegenteil: eine Steigerungsrate von 10 Prozent wird verzeichnet.

Typische Vertragspartner der privaten Bauherren sind Generalunter- und -übernehmer sowie Bauträger und nur jeder Zehnte beauftragt einen Architekten.

Die Gebäudeabdichtung und Perimeterdämmung weisen mit 19 Prozent der insgesamt festgestellten Mängel den größten Anteil auf – die Abdichtung von Bädern rangiert dabei ganz vorn. Auf den Innenausbau kommen 17 Prozent der Mängel, hier werden hauptsächlich Innenputz und Estrich mangelhaft verarbeitet. Im Vergleich mit den vorhergehenden Untersuchungen stieg die Mängelrate in diesen Bereichen um 60 Prozent.

Auch Rohbau, Statik und Dachkonstruktion machen 14 Prozent der Mängel aus, Wärmedämmung, Schall- und Brandschutz 11 Prozent – ein leichter Rückgang im Vergleich zu den vorherigen Analysen. Mängel bei Fenstern und Türen sanken um 45 Prozent, Mängel bei der Baustellensicherheit um zwei Drittel.

Die Gründe für die Mängel beim Neubau sehen die Initiatoren der Studie hauptsächlich in unzureichender Planung, mangelhafter Ausführung im Bauprozess sowie mangelhafter Überwachung des Baugeschehens.

Quelle:xing, immonewsfeed.de / Bauherrenschutzbund

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